Treppenlift für außen: Endlich wieder sicher ins Haus oder in den Garten

In vielen Häusern ist eine Treppe zum Hauseingang Standard. Im Alter oder nach einer Erkrankung werden aus ein paar Stufen aber schnell ein echtes Hindernis. Wenn sie zusätzlich noch nass oder glatt sind, kann es auch schnell gefährlich werden. Die Folge: Für viele wird es fast unmöglich, das Haus zu verlassen. Kein Spaziergang mehr ohne Begleitung, kein spontaner Plausch mit der Nachbarin, kein Gang in den Garten oder zum Einkaufen, ohne dass jemand mithilft. Ein Treppenlift für draußen gibt Ihnen diese Freiheit zurück. Damit kommen Sie wieder allein und sicher die Stufen hinauf und hinunter.

 

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden: Lesen Sie, worauf es bei einem Außenlift ankommt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und mit welchen Kosten Sie rechnen können.

Outdoor-Treppenlift an der Terrasse

Warum ein normaler Treppenlift draußen keine Option ist

Vielleicht haben Sie schon einen Lift an Ihrer Treppe im Haus und kommen gut damit zurecht. Da liegt der Gedanke nahe, dasselbe Modell auch draußen vor der Haustür oder an der Treppe zum Garten einzubauen. So einfach ist es aber leider nicht. Denn ein Treppenlift außen ist Wind und Wetter ausgesetzt. UV-Strahlung macht das Material auf Dauer porös. Regen, Streusalz und Kondenswasser setzen Mechanik und Elektronik zu. Wählen Sie keinen extra Außentreppenlift, nutzen sich Material und Technik schnell ab und so hält ein Innenlift draußen meist keine zwei Winter durch.

Wichtig zu wissen:
Montieren Sie einen Innenlift draußen, verweigern Hersteller im Schadensfall in der Regel die Gewährleistung. Der Garantieanspruch fällt also weg.

Was einen Außenlift wirklich wetterfest macht

Ein Treppenlift muss außen ganz andere Anforderungen erfüllen als innen. Das Material und die Elektronik müssen sämtlichen Witterungsbedingungen trotzen. Die größten Herausforderungen sind Wasser, Frost und UV-Strahlung.

 

Diese Eigenschaften machen einen Treppenlift für den Außenbereich aus:

Witterungsbeständige Schiene, Kunststoffe und Bezüge

Jeder Treppenlift wird an einer Schiene montiert, die entlang der Stufen verläuft. Damit sie Regen, Frost und Streusalz übersteht, ist sie bei Außenliften aus Edelstahl, pulverbeschichtetem Stahl oder eloxiertem Aluminium. Auch der Sitzbezug und Bauteile aus Kunststoff wie die Blenden sind extra UV-beständig. Andernfalls würde die Sonne sie schnell ausbleichen und spröde machen.

Wasserdichte Elektronik

Der Antrieb und sämtliche Steuerplatinen sowie Bedienteile müssen vor Nässe geschützt sein. Dazu gehört auch, dass die Kabeldurchführungen entsprechend abgedichtet sind. Außerdem muss der Antrieb frostsicher sein. Bei klassischen Innenliften ist das nicht der Fall. Extra Treppenlifte für den Außenbereich dagegen funktionieren bei Temperaturen zwischen etwa -5 und +40 °C zuverlässig.

 

Wie gut ein Lift gegen Wasser und Staub geschützt ist, gibt die sogenannte IP-Schutzklasse an. Sie setzt sich aus zwei Ziffern zusammen. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper wie zum Beispiel Staub, die zweite für den Schutz gegen Wasser.
Für Außenlifte gilt: Sie sollten mindestens IP54, besser aber IP55 zertifiziert sein. Die erste “5” sagt aus, dass der Lift “staubgeschützt“ ist. Das heißt konkret: Staub kann in geringen Mengen eindringen, aber nie so viel, dass die Elektronik darunter leidet. Die zweite “5” steht für „geschützt gegen Strahlwasser“. Das bedeutet, der Lift hält Wasser aus jeder Richtung stand. Für das Wetter in Deutschland mit Regen, Wind und gelegentlichem Schneematsch ist das absolut ausreichend.

Die IP-Schutzklassen im Überblick:

IP54 = Basisschutz gegen Spritzwasser und Staub
IP55 = zuverlässiger Schutz gegen Staub und Regen aus jeder Richtung, der praxistaugliche Standard für deutsches Wetter
IP65 = Premiumschutz, komplett staubdicht und geschützt gegen Wasserstrahl

Zusätzliche Sicherheitsausstattung

Bei Außentreppenliften kommt extra Ausstattung dazu, die man in Innenräumen schlichtweg nicht braucht. Während die Geräte innen nur mit einer Fernbedienung oder einem normalen Schalter am Lift gesteuert werden, haben Modelle für den Außenbereich einen abziehbaren Schlüsselschalter. So können Unbefugte ihn nicht nutzen, falls der Lift frei zugänglich ist. Meist ist außerdem gleich eine Schutzhaube dabei. Auch wenn das Material witterungsbeständig ist, schützt sie zusätzlich, wenn der Lift länger nicht gebraucht wird. Der Akkubetrieb selbst ist mittlerweile auch bei Innenliften Standard. Bei Treppenliften außen kommt aber hinzu, dass die Ladestationen an beiden Schienenenden wetterfest gebaut sein müssen.

Ob ins Haus oder in den Garten: Wo ein Treppenlift außen Sinn macht

Am häufigsten wird ein Treppenlift am Hauseingang nachgerüstet. Hier sind meist nur wenige Stufen zu überwinden. Wichtig bei der Planung ist, dass der geparkte Lift nicht die Eingangstür oder den Treppenaufgang versperrt.

Aber ein Außenlift lohnt sich an vielen weiteren Stellen. Eben überall dort, wo Sie regelmäßig unterwegs sind: zum Beispiel von der Terrasse in den Garten, an der Kelleraußentreppe oder zwischen den Ebenen eines verwinkelten Gartens. Draußen sind es oft unterschiedlich lange, aber gerade Strecken – dafür reicht meist ein klassischer Sitzlift völlig aus. Aber auch für enge, steile oder kurvige Treppen gibt es die passende Lösung.

Tipp:

Bei nur wenigen Stufen, etwa am Hauseingang oder zur Terrasse, kann ein Hublift unter Umständen die bequemere Alternative zum klassischen Treppenlift mit Schiene sein. Die Treppe bleibt frei und der Lift kann auch mit Rollator oder Rollstuhl genutzt werden. Treppenlift-Anbieter wie das Sanitätshaus Bruder RehaTech in Hallstadt bei Bamberg beraten Sie gerne, welche Lösung für Ihre Situation am besten passt.

Bauliche Voraussetzungen für Outdoor-Treppenlifte

Sitz- oder Plattformlifte laufen auf einer Schiene die Treppe entlang. Diese Schiene wird in der Regel direkt auf die vorhandenen Treppenstufen geschraubt. Deshalb müssen die Stufen ausreichend tragfähig sein. Bei Beton-, Naturstein- oder Marmortreppen ist das kein Thema. Sind die Stufen dagegen porös, muss die Treppe unter Umständen erst saniert werden, bevor der Lift sicher montiert werden kann.

 

Beim Hublift sieht es anders aus: Er steht frei und ist nicht an eine Treppe gebunden, braucht dafür aber eine ebene, tragfähige Fläche mit einem frostsicheren Fundament. Damit gefrierendes Wasser im Boden das Fundament nicht irgendwann anhebt, sollte es mindestens 80–100 cm tief sein.


Die zweite Voraussetzung ist ein Stromanschluss. Ein normaler 230-Volt-Anschluss reicht aus, der in der Regel an allen Häusern gut zugänglich vorhanden ist. Liegt die nächste Steckdose zu weit weg, hilft ein Verlängerungskabel.

Tipp:
Eine Genehmigung brauchen Sie bei einer bestehenden Treppe in der Regel nicht. Nur bei größeren Eingriffen wie einem Plattform- oder Hublift kann sie in Ausnahmefällen nötig sein. Wohnen Sie zur Miete, brauchen Sie in jedem Fall die Zustimmung Ihres Vermieters.

Was ein Außentreppenlift kostet

Draußen zahlen Sie für das gleiche Modell meist etwas mehr als für einen Treppenlift im Innenbereich. Wetterfeste Materialien, gekapselte Elektronik und die zusätzliche Sicherheitsausstattung haben ihren Preis. Was Ihr Lift am Ende genau kostet, hängt von der Treppenform, der Länge und den Gegebenheiten vor Ort ab. Ein Treppenlift für drei Stufen ist günstiger als einer für eine längere Treppe mit Kurven. Eine Fachfirma schaut sich die Situation vor Ort an, misst alles genau aus und erstellt danach einen Kostenvoranschlag.

 

Zur groben Orientierung: Für einen Sitzlift an einer geraden Außentreppe, zum Beispiel von der Terrasse zum Garten oder zum Hauseingang, zahlen Sie zwischen 4.000 und 10.000 €. Bei einer kurvigen Treppe wird es teurer. Hier müssen Sie mit 10.000 € aufwärts rechnen, weil die Schiene individuell angepasst werden muss. Ein Plattformlift für eine gerade Strecke kostet 8.500 bis 15.000 €, ein Hublift je nach Hubhöhe zwischen 5.000 und 14.000 €.

 

Tipp: Achten Sie darauf, dass alle Kosten rund um die Montage im Angebot stehen: zum Beispiel das Fundament beim Hublift, ein wetterfester Stromanschluss oder eine kleine Überdachung an der Parkposition, falls gewünscht.

 

Was für Innenlifte gilt, gilt auch für den Treppenlift im Außenbereich: Mit Zuschüssen von Pflegekasse und KfW lässt sich der Preis oft deutlich senken. Allein die Förderung der Pflegekasse von bis zu 4.180 € macht den Lift häufig erschwinglich.

Wartung und Pflege nicht vergessen

Damit Ihr Treppenlift auch im Außenbereich in Schuss bleibt, muss er häufiger gewartet und gesäubert werden als ein Lift im Haus. Denn Wetter und Schmutz setzen dem Gerät ganz anders zu. Achten Sie darauf, die Schiene regelmäßig zu reinigen. Gerade Laub oder Streusalz können sonst den Lauf beeinträchtigen. Üblicherweise kommt die Firma, die den Treppenlift montiert hat, 1–2 Mal jährlich vorbei, um die Funktion zu überprüfen. Das ist ein großer Vorteil, wenn Sie sich für einen Treppenlift vom Fachbetrieb entscheiden. Dort werden nicht nur Planung und Einbau professionell erledigt, sondern auch für die regelmäßige Wartung und gegebenenfalls Reparatur haben Sie direkte einen Ansprechpartner.

Treppenlifter außen

Tipp:
Eine Schutzhaube verhindert, dass Laub, Schmutz und Feuchtigkeit dem Treppenlift zusetzen, und erspart ihnen Aufwand für die Reinigung.

Kein Grund, drinnen zu bleiben

Ob am Hauseingang, auf der Terrasse oder im verwinkelten Garten: Für fast jede Außentreppe findet sich eine passende Lösung. Und mit den richtigen Zuschüssen zahlen Sie oft nur einen kleinen Teil selbst.

 

Wichtig zu wissen: Sie können nicht einfach einen Innenlift nach draußen stellen. Er muss Wind, Regen und Frost dauerhaft standhalten, ohne dass Technik oder Sicherheit darunter leiden. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf Material, Schutzklasse und die passende Liftart für Ihre Situation, bevor Sie sich entscheiden.

Treppenlift-Beratung in Bamberg

Bruder RehaTech ist Ihr Spezialist für Treppenlifte außen und innen. Unser erfahrenes Team ist im Großraum Bamberg//Erlangen/Nürnberg für Sie unterwegs und berät Sie ehrlich und individuell. Wir schauen uns bei Ihnen zuhause die Wohnsituation an und machen Ihnen daraufhin einen genauen Kostenvoranschlag.

Häufige Fragen zu Treppenliften für den Außenbereich

Nein, denn ein Innenlift hält der Witterung nicht dauerhaft stand. UV-Strahlung, Regen und Streusalz setzen Material und Elektronik zu. Hersteller verweigern zudem im Schadensfall häufig die Gewährleistung, wenn ein Innenmodell im Freien montiert wurde.

Die IP-Schutzklasse gibt an, wie gut Elektronik und Antrieb gegen Staub und Wasser geschützt sind. Für Außenlifte sollten Sie mindestens IP54, besser IP55 wählen. Das schützt zuverlässig gegen Staub und Regen aus jeder Richtung, also auch bei Wind.

Das kommt auf den Lifttyp an. Ein Sitz- oder Plattformlift wird direkt auf die vorhandenen Treppenstufen geschraubt und braucht kein separates Fundament, sondern nur tragfähige Stufen. Ein Hublift dagegen steht frei und benötigt ein frostsicheres Fundament, das mindestens 80–100 cm tief ist.

Für dasselbe Modell zahlen Sie draußen meist etwas mehr, weil wetterfeste Materialien, gekapselte Elektronik und zusätzliche Sicherheitsausstattung ihren Preis haben. Ein Sitzlift an einer geraden Außentreppe liegt je nach Länge zwischen 4.000 und 10.000 €.

Ein Treppenlift im Außenbereich muss häufiger als ein Innenlift gewartet werden. Üblich sind ein bis zwei Wartungstermine pro Jahr. Zusätzlich sollten Sie die Schiene regelmäßig von Laub und Streusalz befreien, damit der Lauf nicht beeinträchtigt wird.

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